2009/2011

KASTNER & ÖHLER

Am 20. Oktober 2010 wurde Kastner & Öhler NEU in der Grazer Innenstadt eröffnet. Das gesamte Einkaufshaus wurde bei laufendem Betrieb - von den Untergeschoßen bis zum Dach - komplett erneuert.

Von der Tiefgarage bis zum fünften Stock präsentiert sich Kastner & Öhler völlig neu, als Österreichs größtes und modernstes Modehaus. Mit einem Investitionsvolumen von über 40 Millionen Euro setzte der Modeanbieter, in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten, als Familienunternehmen ein starkes Zeichen für die heimische Wirtschaft, insbesondere für die wirtschaftliche Belebung der Grazer Innenstadt.
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KASTNER & ÖHLER

40 Millionen Euro wurden investiert. Stets betonten die K & Ö-Vorstände Martin Wäg und Thomas Böck, dass man sich schon vor der Wirtschaftskrise zum Ausbau entschlossen habe. "Weil es für uns wichtig ist, um angesichts der vielen Einkaufszentren rundherum konkurrenzfähig zu bleiben." Dieser Wettbewerb wird wohl vor allem eine Frage des Stils: So setzt K & Ö Neu in erster Linie auf Mode - und dabei biete man mehr als 500 Marken. Darüber hinaus bringen einen die Rolltreppen von den Kindermoden im fünften Stock über die Champagner-Bar im ersten bis zum Eurospar im Untergeschoss.

Gigantische Baustelle

Nach dreijähriger Bauzeit wurden 30.000 Quadratmeter der historischen Verkaufsfläche komplett revitalisiert und auf 40.000 Quadratmeter erweitert. Allein 24 Rolltreppen wurden neu geschaffen. Während Grazer und Touristen nichts ahnend durch die Sackstraße spazierten, krempelten ein paar Meter neben ihnen bis zu 300 Handwerker pro Tag die Ärmel hoch. Bis zu 1100 m2 Staubwände wurden pro Geschoß sukzessive auf- und abgebaut. Wo gestern noch brauchbare Geschäftsfläche zu sein schienen, war am nächsten Tag schon der Kernbohrer oder Schremmhammer voll bei der Arbeit. Die paradoxe Theorie von "Unterstellungsurwäldern" inmitten von bereits fertig gebauten Flächen, immer kurz vor Teileröffnungen wurde Realität.

Trockenbau par excellence

Ein ständiger Wettlauf gegen die Zeit begann. Jedes der sieben Geschoße ist auf jeden Fall ein Erlebnis für sich, gerade auch aus trockenbautechnischer Sicht: Decken- Sonderkonstruktionen, gebogene Formen, Lichtdeckentechnik, Q4 Spachtelungen, Kühldecken, etc. Beim Gespräch mit dem erst 23 jährigen Projektleiter der verantwortlichen Trockenbaufirma "Ing. Erhartmaier Innenausbau und Sanierungs GmbH" Ing. Michael Longin, wird klar, dass trotz des großen Zeitdrucks und mancher schier unüberwindbaren Problemen, jeder Beteiligte zu jeder Tages- und Nachtzeit mit vollem Einsatz und Engagement am Ziel 20I10I2010 werkte. "Wir sind irrsinnig Stolz und wahrscheinlich auch ein bisschen verrückt ein Projekt dieser Größenordnung just in time abgeschlossen zu haben. Mit solchen Herausforderungen wächst man und lernt sehr viel dazu. Das ist aber nur als Team möglich, und alle in unserer Firma sind Teamplayer." so Longin und zeigt mit dem Meterstab, leicht schmunzelnd auf die 33 Meter über uns liegende Dachschräge wo man zu dieser Tageszeit den Schatten der Windverbände perfekt auf der Fläche erkennen kann. Es hat den Anschein als wären alle Beteiligten in eine Art Zauber verfallen gewesen, sodass jeder einfach sein bestmögliches getan hat, um eine pünktliche und vor allem auch qualitativ hochwertige Fertigstellung zu ermöglichen. Das einzige, das noch fehlt, ist der Dachausbau. Nach einer kurzen Verschnaufpause den Winter über, geht es aber auch hier voll weiter.

Traumhafter Ausblick

Der sensible, von den spanischen Architekten Nieto/Sobejano geplante Dachausbau, welcher durch die erforderliche Abstimmung mit der UNESCO und den Weltkulturerbe-Auflagen im Hinblick auf die Dachlandschaft redimensioniert und nach hinten verschoben werden musste, kommt nun zum Schluss an die Reihe. Mit einer Fertigstellung ist erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 zu rechnen. Die derzeitige, wasserdichte Edelstahlverkleidung ist jedoch nicht die endgültige Dacheindeckung. Nach Fertigstellung der gesamten Dachlandschaft erfolgt wie geplant die Einkleidung mit patinierten Bronzeplatten. Im Dachgeschoss wird ein Gastronomiebereich eingerichtet. Auf drei Terrassen sollen interessante Ausblicke auf die Grazer Altstadt geboten werden. Bleibt nun zu hoffen, dass sich dieses traditionelle und nun topmoderne Ambiente des Kaufhauses auch auf die Kaufkraft der Kunden von Morgen überträgt. Optimismus darf durchaus ordentlich versprüht werden.


Quelle: Mag. Andreas Bauer (Knauf Ges.m.b.H.)
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